Vergessen – Warum wir nicht alles erinnern

In einer Sonderausstellung mit rund 400 Objekten nimmt das Historische Museum Frankfurt das Vergessen unter die Lupe. Dabei geht es auch um die Rolle des Museums: Denn Erinnern heißt gleichzeitig auch Vergessen. Die interdisziplinäre Perspektive der Ausstellung macht einerseits die vielfältigen Dimensionen des Vergessens sichtbar – als unser selektives autobiografisches Gedächtnis, als Krankheit, als Verdrängung kollektiver historischer Schuld, aber auch als Nicht-Vergessen-können von Traumata. Dabei verzahnt die Schau Erkenntnisse aus Sozialwissenschaft, Kulturgeschichte, Neurowissenschaft, Psychoanalyse und Kunst miteinander und stellt herausragende Positionen der zeitgenössischen Kunst (u.a. von Boltansky, Feldmann oder Gerz) in den Mittelpunkt.