Silence – Eine (gar nicht so) stille Inszenierung

Der Experimentalchor Alte Stimmen, ein einzigartiger Chor von Menschen ab 70 Jahren, forscht nach der Schönheit der "faltigen" Stimme, hochkreativ, stark individuell und ungeheuer berührend. Durch den abrupten Stop in der Corona-Pandemie war es dem Chor auf lange Zeit unmöglich, gemeinsam weiter zu proben. In dem Projekt "Silence" werden daher ambivalente Erfahrungen von Stille und Verstummen musikalisch beleuchtet.

In den Konzerten werden Teile der Song Books von John Cage unter Einbeziehung von Elektronik, Objekten, Klangerzeugern und vielen unterschiedlichen Chorstimmen von Simon Rummel in einer Klanginstallation verarbeitet, die rund um das Publikum herum aus vier Lautsprechern gespielt wird. Kombiniert wird diese Klanginstallation mit theatralen und vokalen Aktionen auf der Bühne: einzigartige Stimmen, elektronische und analoge Klänge eingebettet in Stille und das, was wir hören, wenn wir ruhig sind.

Hinzu kommen ausgewählte Lieder aus 11 Jahren intensiver Chorarbeit, die die vielen Aspekte von Stille, Einsamkeit und (akustischer) Verbundenheit beleuchten. Das Gedicht einer Choristin wird ebenso gesungen wie Kompositionen von Schubert, Funny van Dannen oder Simon & Garfunkel.

Leitung: Ortrud Kegel, Komposition, Improvisation; Alexandra Naumann, Arrangement, Gesang; Simon Rummel, Komposition, Klavier, Klanginstallation; als Gäste: Radek Stawarz, Geige; N.N. Klarinette; Stefan Schönegg, Bass