Kubia – Kompetenzzentrum für kulturelle Bildung im Alter und Inklusion

Postkarten und Wundertüten: Kunst per Post

Die meisten Vor-Ort-Angebote Kultureller Bildung für Ältere finden seit mehr als einem Jahr nicht statt. Der Versand von Kunst per Post kann zur Auseinandersetzung mit Kunst anregen und helfen, im Kontakt zu bleiben.

In dieser Veranstaltung werden drei Beispiele präsentiert, wie Kunstvermittlerinnen, Kulturgeragoginnen und -geragogen per Post Lust auf Kunst machen und weiter im Austausch mit Älteren bleiben können. Die Kunstgeragogin Angelika Aden lädt zum künstlerischen Dialog ein, indem sie Postkarten zum Weitergestalten verschickt. Sabina Leßmann vom Kunstmuseum Bonn stellt Wunder-Kunst-Tüten für Menschen mit und ohne Demenz zusammen. Und Musikwissenschaftlerin Elisabeth von Leliwa versendet Salon- und KlangKunstPost an Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen.

Auch fern von Pandemiebeschränkungen könnte die Verschickung von anregenden Materialien eine ergänzende Methode in der Arbeit mit nicht mobilen Menschen oder im ländlichen Raum sein.

Zielgruppe der Veranstaltung sind nordrhein-westfälische Kulturgeragoginnen und -geragogen, Kultur- und Kunstvermittelnde sowie in der Sozialen Arbeit und in der Seniorenarbeit Tätige in NRW.

Angelika Aden ist freie Kunstgeragogin in Berlin. Sie kuratierte partizipative Ausstellungsprojekte in Potsdam (3Dinge und 101Mitbringsel) und arbeitet kunstgeragogisch mit Gruppen älterer Menschen mit und ohne Beeinträchtigung. Zurzeit entwickelt sie mit Schickes Altern, Potsdam, das sozio-kulturelle Wettbewerbsprojekt „Kulturbuddy - wir bringen Kunst und Kultur in die Wohnung“ für Ehrenamtliche in der nachberuflichen Phase und Nutzer*innen, die nicht mehr mobil sind.

Dr. Sabina Leßmann ist Kuratorin für Bildung und Vermittlung im Kunstmuseum Bonn. Inklusion und Kunstvermittlung mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen, Behinderungen und Sichtweisen stellen einen Schwerpunkt ihrer Arbeit dar. Sie führt Fortbildungen zur künstlerischen Arbeit mit Menschen mit Demenz durch und ist Gastdozentin an der Universität Bonn und der Alanus Hochschule Alfter. Für mehr Informationen: www.kunstmuseum-bonn.de/bildung/demenz/

Elisabeth von Leliwa ist Musikvermittlerin und freiberuflich als Coach, Beraterin und Dozentin tätig (u. a. Robert Schumann Hochschule Düsseldorf, Hochschule für Musik und Tanz Köln, Folkwang Universität der Künste Essen). Zudem initiiert sie musikalische Projekte für Menschen mit Demenz: Auf Flügeln der Musik, KulturSalon am St. Augustinus Memoryzentrum Neuss, KlangKunstLabor am EarPort Duisburg. Für mehr Informationen: www.von-leliwa.com