Postcards from Vietnam

Der gebürtige Wuppertaler Raimund Hoghe feierte im vergangenen Jahr seinen 70. Geburtstag. Er zählt international zu den bedeutendsten zeitgenössischen Choreografen und wird mit seinen Produktionen zu Festivals auf der ganzen Welt eingeladen. Aber auch als Autor und Filmemacher hat er sich einen Namen gemacht. Am tanzhaus nrw ist er nun mit einer neuen Produktion zu sehen, zu der ihn ausklappbare Postkarten aus Vietnam, die er bei einem Pariser Straßenverkäufer entdeckt hat, inspiriert haben. Sie zeigen Menschen und Landschaften des Landes, das seit den 60er Jahren überwiegend mit dem Vietnamkrieg assoziiert wird. In "Postcards from Vietnam" werden sie zu Erinnerungsstücken und Projektionsflächen und verweisen auf Geschichte, Vergänglichkeit, Aufbruch und die Sehnsucht nach einem anderen Leben, das auch in der ausgewählten Musik anklingt. Neben Protestsongs aus den 1960er Jahren werden u.a. auch Arien von Bach und Händel zu hören sein. 

Im aktuellem kubia-Magazin sprach kubia-Mitarbeiterin Janine Hüsch mit ihm darüber, was ihn in seinem Schaffen antreibt, über die Bedeutung von Akzeptanz, sein Bild vom Alter, die Sichtbarkeit diverser Körper auf der Bühne und darüber, wie wichtig es ihm ist, Stellung zu beziehen. Das Magazin als PDF finden Sie hier (Artikel ab S. 40).