"Mit allen"!?

In ihrer Personalpolitik stehen viele Einrichtungen der kulturellen Arbeit in einem besonders verantwortungsvollen Verhältnis zur Gesellschaft. Doch wer ist diese Gesellschaft? Wie Sie als Personalverantwortliche diese Frage für sich beantworten, für Bewerbungsverfahren operationalisieren und an ein (potentielles) Personal kommunizieren, wird zum Dreh- und Angelpunkt für den Zugang zu Ihren Arbeitsstellen.

Um dieses Aushandeln im Sinne "aller" zu gestalten, sind kulturelle Organisationen dazu angehalten, "allen" fähigen und interessierten Personen Zugang zu ihren Arbeitsstellen zu ermöglichen. Diese Beziehung spiegelt sich in Schlagworten wie "Diversität", "Inklusion" oder "Repräsentation" wider und drückt sich auf arbeitsmarktpolitischer Ebene in Begriffen wie "Diversity Management", "Inclusive Hearing" oder "Chancengerechtigkeit" aus.

Doch wer ist diese Gesellschaft, dieses Personal? Die Frage, wie Personalverantwortliche diese Begriffe für sich deuten, für Bewerbungsverfahren und Arbeitsbedingungen operationalisieren und an ein (potentielles) Personal kommunizieren, wird so zum Dreh- und Angelpunkt für den Zugang zu den eigenen Arbeitsstellen. Der Kommunikation kommt dabei eine tragende Rolle zu – fungiert sie doch als sichtbarer Vermittler zwischen der eigentlichen Tätigkeit ihrer Ausgestaltung und ihrer Rahmenbedingungen.

Im Rahmen des ganztägigen Workshops unter Leitung der Museumsberaterin und Kuratorin Annalena Knors wird ein Fokus auf diese kommunikative Ebene gelegt. Dabei verorten sich die Teilnehmenden zunächst begrifflich und ordnen aktuelle gesellschafts- und kulturpolitische Konzepte für die eigene Tätigkeit ein. Im Anschluss nähern sie sich nationalen wie  internationalen Beispielen und schauen sich an, wie das Zusammenspiel von Wording und visueller Gestaltung die Wahrnehmung von Stellenangeboten, die Arbeitstätigkeit selbst und die Planung von Rahmenbedingungen beeinflusst. Abschließend können die Teilnehmenden Beispiele aus ihren aktuellen Personalpolitik einbringen, die in der gesamten Gruppe konstruktiv beleuchtet werden.