BKJ-Tagung: AllerArt – Inklusion und Kulturelle Bildung

Inklusion ist ein Menschenrecht und damit eine Aufgabe für alle Menschen und alle Bereiche der Gesellschaft. Die BKJ-Tagung „AllerArt – Inklusion und Kulturelle Bildung“ lädt zum Austausch darüber ein, wie Inklusion in der Kulturellen Bildung weiter vorangetrieben werden kann und stellt Facetten gelungener Praxis vor.

„Es gibt viele Beispiele, die zeigen, dass Inklusion überall an jedem Ort und zu jeder Zeit und von jedem Menschen auf seine Weise gestaltet werden kann. Und ganz wichtig: Es kann Spaß machen, es kann uns beflügeln und antreiben, die Welt und das menschliche Miteinander im Kleinen wie im Großen würdevoller zu gestalten.“, sagt Barbara Brokamp, die inklusive Veränderungsprozesse im Bildungswesen und in Kommunen begleitet und einen Vortrag bei der BKJ-Tagung halten wird.

Die Tagung beschäftigt sich damit, wie Kinder und Jugendliche ihren Interessen und Fähigkeiten entsprechend und – unabhängig von zugeschriebenen Kategorien wie Herkunft oder Behinderung – an Kunst und Kultur teilhaben können.

In Workshops und Diskussionsrunden inspirieren Best-Practice-Beispiele sowie der Austausch mit Expertinnen und Kollegen darüber, welche Ansätze und Methoden in der eigenen Praxis funktionieren – und wo es noch „hakt“. Die Bandbreite der präsentierten Praxisbereiche und Ansätze reicht von niederschwelligen Einsteigen ins gemeinsame Musizieren über stadtweite transkulturelle Theaterarbeit und inklusive Tanz- und Zirkuskunst bis hin zur partizipativen Weiterentwicklung einer Jugendkunstschule.

Neben Ideen und Methoden brauchen Fachkräfte auch Unterstützung aus Politik und Gesellschaft. Prof. Uwe Becker von der Evangelischen Hochschule beobachtet jedoch eine „öffentliche Ermüdung“ und „die politische Banalisierung und Bagatellisierung dieses Menschenrechtsprojekt“, wie er auf der Tagung darlegen wird.