Ich war ein Mensch, der viel wusste und konnte und so weiter und jetzt bin ich etwas verteufelt, weil ich nicht mehr

Welche Worte fassen ein gelebtes Leben? Welche Bilder bleiben stehen? Kann Sprache vor dem Hintergrund der Endlichkeit und des Vergessens verbinden?

Die Autorin Helen Brecht und der Autor Oleg Zhukov spinnen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der Häuser 2 und P8 des Seniorenzentrums der Sozial-Betriebe-Köln assoziative Dialoge. In ihrer Vorstellung besteigen sie den Brocken bei Sonnenaufgang, tanzen Hexentänze, springen kopfüber in kalte finnische Seen oder betrachten immer wieder das Kabinett der Glasfiguren im Kölner Kaufhof.

Gemeinsam mit der Videokünstlerin Ayla Pierrot Arendt verdichten Brecht und Zhukov die gesammelten Erzählungen zu einem mehrstimmigen audio-visuellen Erinnerungsraum. Im Seniorentreff Riehl entsteht eine mobile Installation aus Hör- und Videoimpression; ein Karussell der zirkulierenden Zeiten und Landschaften.

Die Audio-Video-Installation wird im Foyer des SBK Köln zu sehen sein. Das Publikum ist eingeladen, das Stadtzentrum zu verlassen und den Weg in den Altersstift in Köln-Riehl anzutreten.

Der Seniorentreff Riehl ist ein separates Haus auf dem weitläufigen Gelände der Sozial-Betriebe-Köln. Am 26./27. August ist die Installation von 13-18 Uhr für die Bewohner:innen der SBK geöffnet und am 28./29. August von 15-20 Uhr für Besucherinnen und Besucher des Sommerblut Kulturfestivals. 

Das Projekt wird u.a. gefördert aus Mitteln des Förderfonds Kultur & Alter des Landes NRW.