Ich bin ein Gastarbeiterkind

Acht Menschen treffen sich, essen, trinken, erzählen, weinen, schweigen, lachen und tanzen miteinander. In ihrer Unterschiedlichkeit haben sie etwas gemeinsames, ähnliche Erfahrungen in ihrer Kindheit als Kinder von Gastarbeitern, welche sie bis heute stark geprägt haben. "Ich bin ein Gastarbeiterkind" beschäftigt sich mit den menschlichen Wunden und Traumata von Migrantenkindern. Noch in der dritten Generation gibt es Gefühle von Diskriminierung und Ausgrenzung.

2020 ist dieses Thema ganz besonders relevant. 1960 wurde der Grundstein für die heutige 60-jährige Gastarbeitergeschichte gelegt, als Deutschland und Griechenland das Abkommen zur Arbeitsmigration beschlossen und so viele ausländische Gastarbeiter und ihre Familien in Deutschland eine neue Heimat und Beschäftigung fanden. Das Leben zwischen zwei Heimaten und zwei Kulturen – die ständige Zerrissenheit der Gastarbeiterkinder: In einer zunehmend von Migration geprägten Welt, eröffnen die Veranstaltungen dem Publikum den Zugang zu einer lebendigen Geschichte, die bisher nur betroffenen Menschen vorbehalten war. 


Der Ort des Geschehens ist eine ehemalige Fabrikhalle, nun ein lichtdurchflutetes Loft, welches als griechisches Guerilla-Restaurant von einem ehemaligen Gastarbeiterkind betrieben wird.

Idee, Inszenierung, Produktion, Video/Fotografie, Künstlerische Leitung: Elissavet Hasse