FAUST – Der Tragödie erster Teil

Goethe hat mit "Faust" zentrale Fragen nach Glück, Sinn und Liebe tief in unser (deutsches) Bewustsein und die deutsche Sprache eingraviert. "Habe nun, ach ..." Das erste Wort – weil Zentrum des Stückes – ist ausgelassen. Das ICH. Maßlos. Hybrid. Egozentrisch. Wie wir heute. Ein nacktes, bloßes ICH. Zweifelnd. Verzweifelt.

Faust ist an einem Endpunkt angekommen: Besitz, Religion, Wissenschaft, Genuss und Lebensfreude haben ihre Bedeutung verloren. Jeglicher Halt hat sich aufgelöst: "Es möchte kein Hund so länger leben."

Mitglieder der Mülheimer VolXbühne, der generationsübergreifenden Bürgerbühne am Theater an der Ruhr, im Alter zwischen 52 und 82 Jahren machen sich in einem waghalsigen Unterfangen diesen "urdeutschen" Stoff zu eigen: Volkstheater reloaded.

Regie Jörst Fürst