Choreography of Care: Training and Trying to Crip the Ideal

Die Bewegungsabläufe des eigenen Körpers zu verbessern, ist ein grundlegender Aspekt tänzerischer Ausbildung – und vielleicht ebenso Teil der gelebten Erfahrung von behinderten Menschen. Wie können wir uns verbessern, mehr dem Ideal entsprechen? Was bedeutet es in einer wettbewerbsorientierten Welt, das Ideal zu verkrüppeln (to crip)?

In ihrer neusten Tanzperformance "Thank You Very Much" widmet sich die Choreografin Claire Cunningham diesen Fragen mit einem Ensemble, das ausschließlich aus behinderten Tänzer*innen besteht (Claire Cunningham, Dan Daw, Tanja Erhart and Vicky Malin). Gemeinsam haben sie Modi der Zusammenarbeit entwickelt, die Claire Cunningham als "Choreography of Care" bezeichnet. Im Anschluss an die Aufführung sprechen wir im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Von Kunst aus" mit ihnen über ihren Arbeitsprozess und die Besonderheiten, die sich aus der tänzerischen Arbeit eines Ensembles ergeben, das ausschließlich aus behinderten Tänzer*innen besteht. Das Gepräch findet in englischer Sprache statt und wird von Noa Winter, Theaterwissenschaftlerin und Kuratorin, moderiert.

Die Veranstaltung richtet sich an Tänzer*innen, Choreograf*innen und Tanzpädagog*innen mit und ohne Behinderung sowie alle Interessierten.