Long Live Arts (2014-2016)

Kulturelle Teilhabe und Bildung leisten einen wichtigen Beitrag, um im Alter in Würde zu leben, eigene Potenziale zu entdecken und auszuschöpfen. Ganz Europa ist vom demografischen Wandel betroffen und die europäischen Gesellschaften werden immer älter. Für eine positive und generationenübergreifende Perspektive auf diese Veränderungen ist eine neue Politik notwendig, die die künstlerisch-kulturelle Beteiligung älterer Menschen als Chance begreift. Dafür müssen Kultur-, Sozial- und Gesundheitsbereich zusammenarbeiten.

Auf Initiative des niederländischen Stiftungskonsortiums Lang leve Kunst ist eine europäische Partnerschaft für die Kulturteilhabe im Alter entstanden, der neben Partnern aus Belgien und Großbritannien auch kubia als deutscher Vertreter angehört.

Long Live Arts ist eine europäische Initiative, die Kulturteilhabe im Alter in Praxis, Politik, Forschung und Ausbildung fördern möchte. Ziel ist es, das Thema auf die europäischen Agenden zu setzen und möglichst viele europäische Akteure aus den Bereichen Kunst, Kultur, Gesundheits- und Sozialwesen dafür zu gewinnen, Kulturelle Bildung und Teilhabe im Alter in ihre Politik und Arbeit zu integrieren.

Auf der Grundlage des LONG LIVE ARTS MANIFESTO für mehr Kulturteilhabe im Alter soll die Initiative künftig vorangetrieben werden.

 

Long Live Arts hat zwischen 2014 und 2016 folgende Veranstaltungen organisiert:

Arbeitskonferenz – Oktober 2014 London
Europäische Konferenz – Mai 2015 Den Haag
Peer to peer meeting – Oktober 2015 Remscheid
Creative Dinner – April 2016 Brüssel

Auf der Arbeitskonferenz in London (Oktober 2014) wurden verschiedene Forschungsbedarfe identifiziert. Die in den jeweiligen europäischen Ländern bisher entstandenen Studien zur kulturellen Teilhabe im Alter sind insofern unzureichend, als dass ihnen eine gemeinsame Ausgangsfragestellung und eine gemeinsame Forschungsgruppe fehlt. Insbesondere gilt es, die Wirkung von Best-Practice-Beispielen stärker in den Blick zu nehmen, um europaweite Strategien zu entwickeln. Wissenschaftlich fundierte Belege für die Wirkung von Kulturteilhabe im Alter können dabei helfen, Leitlinien für die Praxis zu entwickeln. Den Konferenzbericht sowie Biografien der Mitwirkenden finden Sie hier. Die Präsentationen zur Konferenz finden Sie hier.


Neben verschiedenen Expertentreffen veranstalteten die Initiatoren vom 20. bis 22.05.2015 eine Europäische Konferenz in Den Haag. Die Konferenz Long Live Arts bot eine inspirierende Plattform, um den 'state of the art' in der Kulturarbeit mit Älteren kennenzulernen und neue Netzwerke zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen und europäischen Ländern zu etablieren. Auf der Konferenz wurden nationale/lokale Politikansätze, innovative Praxisprojekte sowie wissenschaftliche Forschungsergebnisse vorgestellt. Die Teilnehmerliste sowie viele Präsentationen und Fotos zur Konferenz finden Sie hier.


Am 07. und 08.10.2015 richtete kubia ein Peer to peer meeting für geladene Expertinnen und Experten in Remscheid aus. Unter dem Motto "Learning Opportunities for Older Adults in the Arts and Culture. How to Build Professional Training Provisions" ging es darum, wie durch kulturgeragogische Aus- und Weiterbildungen von Kulturschaffenden sowie Tätigen in der Sozialen Altenarbeit und Pflege das kulturelle Bildungsangebot für ältere Menschen weiter entwickelt und verbessert werden kann.


Das Creative-Dinner am 28.04.2016 in Brüssel bildet den Abschluss von Long Live Arts. Dort präsentieren die Long Live Arts Partner das Manifesto "Towards a Broader Framework for Cultural Participation by Older People". Das Manifesto formuliert sechs Grundsätze für künftige Politik und Initiativen und soll dazu beitragen, die künstlerisch-kulturelle Beteiligung älterer Menschen durch bessere Rahmenbedingungen in Praxis, Politik, Forschung und Ausbildung europaweit zu stärken.

Das Manifest wurde bei dem Creative Dinner im Kunstzentrum BOZAR in Brüssel an die flämischen Minister für Kultur und für Soziales Sven Gatz und Jo Vandeurzen, an die niederländische Generaldirektorin für Kultur Marjan Hammersma sowie an den Staatssekretär für Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen Bernd Neuendorf überreicht.

Jeder Gang des kreativen Mahls wurde von Kulturdarbietungen und Einblicken in gelungene generationenübergreifende Projekte begleitet. Ein künstlerischer Höhepunkt war dabei die Choreografie "Connections", die das Tanztheater für Menschen ab 55 der Bergischen Volkshochschule aus Wuppertal unter Leitung von Barbara Cleff zu einer für den Abend von älteren Menschen aus Manchester komponierten Musik zeigte.


Das LONG LIVE ARTS Manifesto können Sie weiterhin durch Ihre Unterschrift online unterstützen: www.longlivearts.eu/manifesto/


Weitere Infos: www.longlivearts.eu


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