NEUER TERMIN: Internationales Symposium ALL IN

HINWEIS: Um die Gesundheit aller beteiligten Akteure und Teilnehmenden zu schützen, haben wir das ursprünglich für den Mai (14.-16.05.2020) geplante Symposium in den Oktober (20.-22.10.2020) verschoben. 

Von methodischen Fragen der Koproduktion im inklusiven Tanz- und Theatertraining über die Zusammenarbeit von multiprofessionellen Teams in der Integration von Barrierefreiheit in Aufführungen (aesthetics of access) bis hin zur Bedeutung von lokalen und internationalen Kooperationen: Das Symposium ALL IN, das bereits zum dritten Mal von kubia und Un-Label – Performing Arts Company, Köln, in Kooperation mit Sommerblut Kulturfestival e.V. veranstaltet wird, widmet sich gelungener Praxis in der Entwicklung der inklusiven Darstellenden Künste und bietet den internationalen Teilnehmenden ein Forum für Diskussion. Schwerpunkt des diesjährigen Symposiums sind die Aspekte Koproduktion und Kooperation.

Zielgruppe des Symposiums sind MitarbeiterInnen von kommunalen Theatern und Theatern der freien Szene; freie Regisseurinnen, Choreografen und darstellende Künstlerinnen und Künstler mit und ohne Behinderung.

PROGRAMM

20-10-2020, 17.30 – 22.00

Opening

17.30 Begrüßung / Welcome
Benjamin Thele, Referat Kultur als Akteur der Stadtgesellschaft - kulturelle Teilhabe, Kulturamt Köln / City of Cologne

17.45 AnsprechBARs / Slow dating

19.00 Re:Construction – Multimedia Installation & Performance
Un-Label – Performing Arts Company

20.30 The Little Prince – Performance
Un-Label – Performing Arts Company

21-10-2020, 10.00 – 17.00

Symposium

10.00: Begrüßung / Welcome
Cathrin Boß, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW

10.15: Keynote
Graeae at 40 – how have we co-produced and what does this do to disabled voices?
40 Jahre Graeae: Ko-Produktion und ihre Wirkung auf die Selbstbehauptung von Menschen mit Behinderung

Nickie Wildin (Künstlerische Co-Leitung / Artistic Co-director, Graeae, London)

11.00: Gespräch / Talk
Warum Kooperation?/ Why co-operate?
Melanie Zimmermann (Kampnagel, Hamburg); Anne Rieger / Noa Winter (SOPHIENSAELE, Berlin)

11.50: Lecture Performance
I am not here to entertain you! / Ich bin nicht hier, um euch zu unterhalten!
Silke Schönfleisch-Backofen (Tänzerin und Juristin / dancer and lawyer)

12.20: Gespräch / Talk
Koproduktion auf Augenhöhe / Co-producing at equal terms
Miriam Michel / Patrizia Kubanek (dorisdean); Prof. Dr. Susanne Quinten (TU Dortmund), Dodzi Dougban (Tänzer und Coach / dancer and coach)

12.45: Mittagspause / Lunch break

14.00: Parallele Gesprächsrunden / parallel roundtables

International collaboration in Arts & Disability: Luxury or Necessity? The impact of “Europe Beyond Access”, Europe´s largest artistic collaboration regarding the work of disabled artists, on the local sector.
Internationale Zusammenarbeit in Kunst & Behinderung: Luxus oder Notwendigkeit? Die lokale Wirkung des Projekts „Europe Beyond Access“.
Melanie Zimmermann (Kampnagel, Hamburg)
Sprache / Language: Deutsch

Audiodeskription - Theater kann sich hören lassen: Die Koproduktion von blinden und sehenden Autorinnen und die Integration von Audiodeskription in die Theaterstruktur des Schauspiels Leipzig
Audiodescription – theatre to be heard: The co-production of visually impaired and sighted authors and the use of audio description at Schauspiel Leipzig
Maila Giesder-Pempelforth / Renate Lehmann (freiberufliche Autorinnen für Audiodeskription / authors for audiodescription, u.a. Schauspiel Leipzig)
Sprache / Language: Deutsch

Aestethics of Access – A director’s journey in creatively integrated access
Ästhetik des Zugänglichkeit: Der Weg einer Regisseurin zu künstlerischen Produktionen mit integrierter Barrierefreiheit
Amy Leach (Playhouse Theatre, Leeds)
Sprache / Language: Englisch

Zwischen Intuition und Strategie. Die Entwicklung abteilungsübergreifender inklusiver Organisationsstrukturen am tanzhaus nrw
Between intuition and strategy: The development towards an inclusive organisation at tanzhaus nrw
Bettina Masuch / Roisin Keßler (tanzhaus nrw)
Sprache / Language: Deutsch

Methoden im inklusiven Tanz- und Theatertraining im interdisziplinären Un-Label-Projekt „Creability“
Methods of inclusive dance and theatre training
Prof. Dr. Susanne Quinten (TU Dortmund) / Dodzi Dougban (tauber Tänzer / deaf dancer) / Max Schweder (musician) / Mia Bilitza (Wissenschaftlerin und Choreografin / academic and choreographer)
Sprache / Language: Deutsch

Wenn die Elisabeth nicht so schöne Beine hätt´: Die Koproduktion von Künstlerinnen und Künstlern mit und ohne Behinderung im Künstler-Kollektiv dorisdean
The co-production of artists with and without disability at dorisdean performing arts company
Miriam Michel / Patrizia Kubanek (dorisdean)
Sprache / Language: Deutsch

Making a Difference – Verantwortung teilen: Die Förderung von Tanzschaffenden mit Behinderung in einem Berliner Netzwerk
Sharing responsibility: Making a difference for dance artists with disability in a Berlin network
Anne Rieger / Noa Winter („Making a Difference", SOPHIENSAELE, Berlin)
Sprache / Language: Deutsch

Taking Ownership: Co-producing and making all voices equal in the room
Machtaneignung: Koproduktion auf Augenhöhe
Nickie Wildin (Graeae, London)
Sprache / Language: English

16.15: Einblicke in die Gesprächsrunden / Wrap-up of the round table in plenary

22-10-2020, 11.00 – 16.00

Praktische Workshops

1. Creability: Inklusive Methoden in Tanz und Theater / Inclusive Methods for dance and theatre
Der Workshop widmet sich der Frage, wie Menschen mit und ohne Behinderung kreativ und interdisziplinär auf Augenhöhe miteinander arbeiten können, so dass ihre künstlerischen Impulse gleichberechtigt in die Bühnenarbeit einfließen.
The workshop deals with the question: How can people with and without disabilites act creatively and interdiscipinarily together on equal terms? 
Jana Zöll (Schauspielerin und Coach / actress and coach) / Max Schweder (Musiker und Coach / musician and coach)
Sprache / Language: Deutsch

2. Audiodescription as an aesthetic element / Audiodeskription als ästhetische Form 
This workshop will research ways to create and implement artistic forms of audiodescription, which means taking AD out of its only function as a tool for translation and making it an integrated aesthetic elementof a performance.
Inhalt des Workshops ist die Erarbeitung und Implemtierung künstlerischer Formen von Audiodeskription als integrativer ästhetischer Bestandteil von Aufführungen.
Max Greyson (poet, theaterwriter and spokenwordperformer)
Sprache / Language: English

3. Visual Vernacular 
Visual Vernacular ist eine eigenständige Kunstform, die Geschichten ausschließlich durch den Einsatz intensiver Körperbewegung, ikonischer Symbole, Gesten und Mimiken erzählt. Der Workshop gibt eine Einführung in VV und zeigt, wie die Kunstform in den performativen Künsten als aesthetic of access eingesetzt werden kann.
Eyk Kauli (tauber Schauspieler / deaf actor)
Sprache / Language: Deutsche Gebärdensprache und Körpersprache / Deaf Sign Language and body language