Publikation "Behinderung im Spielplan" erschienen

Viele Kulturinstitutionen haben in den letzten Jahren erste Schritte unternommen, um zugänglicher zu werden. Oft fehlt dabei aber der direkte Kontakt und fachliche Austausch mit behinderten Kulturschaffenden. So werden Maßnahmen zur Umsetzung von Barrierefreiheit losgelöst von tatsächlichen Bedarfen entwickelt und bleiben häufig auf physische Barrieren oder technische Lösungen beschränkt.

Ein ganzheitliches und wirksames Konzept für Barrierefreiheit muss aber die Expertise von Menschen mit Behinderung einbeziehen und untersuchen, worin Barrieren bestehen und welche Bedarfe Menschen mit Behinderungen im Kulturbereich haben.

Mit den sechs Interviews in der Broschüre "Behinderung im Spielplan – Zugänge in den Kulturbetrieb" wird die Perspektive von Menschen mit Behinderungen im Kulturbetrieb ins Zentrum gestellt. Dabei werden sowohl Erfahrungen von Mehrfachdiskriminierung sichtbar, als auch verschiedene Positionen in Hinblick auf Personal (wer arbeitet im Kulturbetrieb), Programm (welche Geschichten werden erzählt) und Publikum (wer hat Zugang zu Kulturveranstaltungen).

Die Broschüre von Diversity Arts Culture in Berlin ist in Zusammenarbeit mit Die neue Norm entstanden.