Aktuelles kubia-Magazin: Ortskundig! Möglichkeitsräume altersinklusiver Kulturarbeit

Unter dem Titel "Ortskundig! Möglichkeitsräume altersinklusiver Kulturarbeit" beschäftigt sich das aktuelle Magazin mit den vielfältigen Facetten, Bedeutungen und Einflüssen, die Räume auf das Leben und Zusammenleben haben können. Insbesondere in Zeiten der Pandemie gewinnt die existenzielle Bedeutung des individuellen Raumes noch einmal an Tragweite. Die Autorinnen und Autoren des aktuellen Heftes entdecken unterschiedliche Terrains: Freiräume der kulturellen Teilhabe, Erlebnisorte und architektonische Lebensräume.

Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, stellt ein neues Diversitätskonzept für die Kulturförderung in NRW vor, das dazu beitragen soll, dass mehr Kunst- und Kulturräume allen Menschen offenstehen. Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär im selben Ministerium erklärt, wie das Förderprogramm "Dritte Orte“ dazu beiträgt, Ladenlokale, Kirchen oder Scheunen zu Stätten des gemeinsamen kulturellen Erlebens mit und für die ganze Bürgerschaft in ländlichen Gebieten zu verwandeln.

Das Verhältnis von Altern und Raum steht im Zentrum des Beitrags von kubia-Mitarbeiterin Miriam Haller. Wie machen uns Räume jung oder alt? Kann Kulturelle Bildung zu einer Neuvermessung des Alter(n)s im intergenerationellen Austausch beitragen? Melanie Brans von der Architektenkammer NRW stellt Bildungsangebote für Interessenten aller Altersgruppen vor, die Architektur und Baukultur intensiv erleben möchten. Diese sensibilisieren für die Wirkung von Baukultur auf unsere Umwelt und unser Zusammenleben.

In kreative Erinnerungsräume taucht kubia-Mitarbeiterin Imke Nagel ein und stellt eine Audio-Video-Installation vor, die von einem Team um Künstlerin Helen Brecht gemeinsam mit vier Frauen mit Demenz geschaffen wurde. Musikwissenschaftler Bernd König entführt in einen Klangraum der Kugelmusik-Performance von Takako Saito in die Kölner Kunst-Station Sankt Peter. Außerdem geht kubia-Mitarbeiterin Susanne Lenz auf Entdeckungsreise in Essen und erlebt die Stadt in Hörspaziergängen des intergenerationellen Theaterensembles "Interzonen" neu.

Zu Fragen des Lebens und Zusammenlebens im Alter blickt kubia-Leiterin Almuth Fricke nach Kanada und spricht mit Theatermacher François Grisé über das "Forum Habitats“, einem Think Tank zu Themen rund um das Leben im Alter, dem auch kubia angehört.

Ergänzt wird das Magazin durch eine Fotostrecke des in Bergisch-Gladbach geborenen Fotografen Martin Rosswog. Die in den 1990er-Jahren entstandenen "Bergischen und Oberbergischen Interieurs“ erzählen Geschichten vergangener Leben und lenken den Blick auf Vorstellungen von Schönheit und Ordnung, die Generationen geprägt haben.

Das kubia-Magazin Kulturräume+ erscheint zweimal im Jahr mit wechselnden Themenschwerpunkten. Es bietet aktuelle Berichte aus der Arbeit des Kompetenzzentrums, vertiefende Beiträge aus Wissenschaft und Praxis zu Kultureller Bildung im Alter und inklusiver Kulturarbeit sowie eine Vielzahl von weiterführenden Informationen und Tipps. Die Kulturräume+ richten sich an interessierte Kulturschaffende sowie Tätige in Kultur-, Sozial- und Bildungseinrichtungen.