Neu auf kubi-online: Heterotopien des Alters? Mediale Räume kultureller Altersbildung in Zeiten von Corona

Die Topografie des Alters wird durch die Pandemie einschneidend verändert: Die Schutzmaßnahmen gegen eine Ansteckung mit Covid 19 bewirken eine vorher nie dagewesene räumliche Distanz zwischen den Generationen. Schließlich treffen die Regulierungen des sogenannten "Social Distancing" die als besonders vulnerabel eingeschätzte Gruppe der Über-50-Jährigen besonders stark.

Auf diese Situation haben Kulturgeragoginnen und Kulturschaffende schnell mit der Entwicklung alternativer Angebote der kulturellen Altersbildung reagiert, die dem Gebot räumlich-körperlicher Distanz Rechnung tragen. Es wurden vielfältige mediale Räume, Brücken und Kanäle konstruiert, um die Mauern und Altersgrenzen zu überwinden, die die Pandemie neu errichtet hat.

In ihrem Beitrag analysiert kubia-Mitarbeiterin Dr. Miriam Haller aus kulturtopologischer Perspektive (spatial turn) im Anschluss an Michel Foucaults Begriff der Heterotopie anhand von drei Fallbeispielen die medialen Kanäle und die durch sie formierten Subjektpositionen sowie das Potential dieser kulturgeragogischen Projekte, in Zeiten von Corona Resonanzräume und heterotopische Reflektionsräume zu bilden.