Mary Bauermeister erhält den Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen

Mary Bauermeister ist die erste Preisträgerin des neuen Kunstpreises des Landes Nordrhein-Westfalen. Sie wurde von der Jury einstimmig für ihr herausragendes künstlerisches Gesamtwerk, das weit über die deutschen Landesgrenzen hinaus wirkt, für den mit 25.000 Euro dotierten Preis ausgewählt.

Die in Frankfurt am Main geborene Mary Bauermeister ließ sich nach Studienjahren in Ulm und Saarbrücken Mitte der 1950er-Jahre in Köln nieder, wo ihr Atelier zur Geburtsstätte der Fluxus-Bewegung in der Kunststadt Köln wurde. Fluxus (lateinisch: fließend) war eine internationale Kunstbewegung, die sich Anfang der 1960er-Jahre formierte und zu der neben Mary Bauermeister auch Künstler wie Nam June Paik, Otto Piene oder John Cage gehörten. Die Kunstrichtung Fluxus kennzeichnet den fließenden Übergang von Kunst und Leben und verweist auf die Vergänglichkeit der Dinge. Dabei nimmt sie Bezug auf aktuelle gesellschaftliche und politische Diskurse.

In den 1960er-Jahren lebte Bauermeister in den USA, wo sie als eine der ersten Künstlerinnen vom Kunstmarkt gefeiert wurde. Ihre Arbeiten umfassen Objektbilder, Installationen, Zeichnungen und Gemälde und bewegen sich in vielfältigen Themenfeldern wie Natur, Wissenschaft oder Poesie, die stets einen aktuellen Bezug aufweisen.

Mary Bauermeister ist 87 Jahre alt und lebt als Ehrenbürgerin der Stadt in Rösrath bei Köln.