Neue Ausgabe der Kulturräume+ erschienen: Kulturelle Nahversorgung – Auf dem Land und im Quartier

Warum in die Ferne schweifen? Die aktuelle Ausgabe der Kulturräume+ beschäftigt sich mit der kulturellen Nahversorgung und dem Guten vor der Haustür, denn besonders ältere Menschen haben einen ausgeprägten Wohnort-Bezug, gerade wenn die Mobilität nachlässt. In der kulturgeragogischen Arbeit sind daher dezentrale, quartiersbezogene und aufsuchende Angebote von großer Bedeutung.

Solche Angebote nutzen soziale Bezüge und stärken diese gleichermaßen, so Mirko Sporket, Prodekan des Fachbereichs Sozialwesen der FH Münster. In seinem Artikel plädiert er dafür, das Konzept der Sozialraumorientierung aus der Sozialen Arbeit auf die Kulturelle Bildung im Alter zu erweitern. Harald Rüßler von der FH Dortmund und Janina Stiel von FoGera berichten aus der Erfahrung zweier Forschungsprojekte, wie ältere Menschen zu Ko-Produzentinnen und -Produzenten der Quartiersentwicklung werden und daraus neue lebenspraktische Lernformate für ein Mehr an Lebensqualität im Wohnquartier entstehen können. Die Wohnschule Köln nimmt alternative Lebens- und Wohnformen im Alter in den Fokus und forscht auch auf der Theaterbühne nach Antworten. Die engagierten Artgenossen am Duisburger Lehmbruck Museum dagegen suchen den Kontakt zur „Szene“ im benachbarten Kantpark – zu Menschen, die oftmals kein Obdach haben, und laden sie ein ins Museum. Im ländlichen Siegerland liegt Kultur nicht überall vor der Haustür. Wie mit Engagement und viel Einfallsreichtum eine Vielfalt von kulturellen Teilhabeangeboten für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen entstehen können, schildert Charlotte Boes vom Demenz-Servicezentrum Region Südwestfalen.

In der Galerie begegnen Sie Nicole Brögmann, die als festangestellte Kulturgeragogin in mehreren Alteneinrichtungen am Niederrhein tätig ist. Und aus dem Nordosten Englands lernen wir, warum Hühner im Pflegeheim wahre Glücksbringer sein können.

Die nächste Ausgabe erscheint im Frühjahr 2017 zum Thema Mode und Design.

Das Cover des Magazins Kulturräume+.

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