Forum Habitats – Wie wollen wir im Alter leben?

Die frankokanadische Theater-Compagnie Un et un font mille hat im Oktober dieses Jahres in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Montréal ein multidisziplinäres Projekt gestartet, das sich drei Jahre lang in einem künstlerischen, wissenschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Labor mit Fragen des Lebens und Wohnens im Alter beschäftigt. Expertinnen und Experten aus Kunst und Kultur, Philosophie, Wissenschaft, Urbanistik und Gerontologie aus Kanada und Deutschland sind Teil dieses Think Tank, darunter auch kubia-Leiterin Almuth Fricke.

Ein erstes Treffen der beteiligten deutschen und kanadischen Expertinnen und Experten fand Anfang Oktober als binationaler online Workshop statt. Im November folgten an drei Terminen öffentliche Konsultationen in Montréal. In diesen Bürgerdialogen wurden Fragen des Alter(n)s disktutiert. Es wurde dazu aufgefordert, Institutionen der Altenhilfe und –pflege neu zu denken, und überlegt, was es braucht, um in den eigenen vier Wänden gut und sozial eingebunden alt zu werden und um die Beziehungen zwischen den Generationen besser zu gestalten.

Ziel der dreijährigen Exploration ist es, einen sozialen Dialog anzustoßen, der unsere Perspektiven auf das Alter(n) verändert und neue Aktionsformen schafft. „Wir wollen nicht nur darüber reden, wir wollen handeln und kollektive Aktionen schaffen, die uns alle in die Verantwortung nehmen“, sagt Ideengeber und Projektleiter François Grisé von Un et un font mille.

Die Compagnie Un et un font mille unter Leitung von François Grisé schafft multidisziplinäre Produktionen und künstlerische Aktionen, die Fragen stellen, die wir nicht zu stellen wagen. Sie provozieren unerwartete Begegnungen und das Publikum ist eingeladen, Teil der Aktion zu werden.