Call for Papers zum Thema "Generationen"

"Generation" als sozialwissenschaftliche Kategorie steht inzwischen neben Begriffen wie "Klasse", "Milieu" oder "Schicht" und ordnet Gesellschaften nach zeitlichen Zusammenhängen. Innerhalb und zwischen Generationen werden der gegenwärtige gesellschaftliche Zusammenhalt und die Grundlagen künftigen Zusammenlebens verhandelt. Dieses wechselseitige Abhängigkeitsverhältnis zeigt sich unter anderem im Zusammenhang mit Fragen der Staatsverschuldung und der Rentenpolitik sowie mit dem Klimawandel und dem Verbrauch natürlicher Ressourcen. Auch im Zuge der Corona-Krise tritt es deutlich zutage, etwa, wenn darüber diskutiert wird, welche Generation heute und in der Zukunft vermeintlich die Hauptlast zu tragen hat.

Die Ausgabe 52-53/2020 von "Aus Politik und Zeitgeschichte" (APuZ) wird sich dem Thema "Generationen" widmen. Gesucht werden dafür Beiträge (im Umfang von ca. 27.000 Zeichen inkl. Leerzeichen und Fußnoten), die sich historisch und/oder gegenwartsbezogen und aus unterschiedlichen fachwissenschaftlichen Perspektiven mit dem Thema beschäftigen. Gefragt sind unter anderem Ansätze, die "Generationen" in einen breiteren gesamtgesellschaftlichen und gesellschaftspolitischen Zusammenhang stellen, die transnationale Perspektiven aufgreifen und die unterschiedliche Erfahrungen und Zukunftsentwürfe in den Mittelpunkt stellen.

Exposés mit einem Umfang von bis zu 4000 Zeichen können bis zum 28.08.2020 eingereicht werden. Aus den Exposés sollen die Leitfragen, die Struktur des Beitrags und die Vorgehensweise der Autorinnen und Autoren hervorgehen.

Die Auswahl aus den Exposés wird von der APuZ-Redaktion vorgenommen. Kriterien sind Wissenschaftlichkeit, Originalität und politische Relevanz. Die ausgewählten Autorinnen und Autoren haben anschließend bis zum 26.10.2020 Zeit, ihre Beiträge zu schreiben. Diese werden in der Print- wie auch in der Online-Ausgabe der APuZ veröffentlicht.