Bildung und Demenz als Schwerpunkt in der Zeitschrift "Der pädagogische Blick"

Endet das Versprechen von Bildung und lebenslangem Lernen mit der Diagnose Demenz? Mit dem Themenheft „Bildung und Demenz“ beleuchtet die Zeitschrift „Der pädagogische Blick“ das Verhältnis von Bildung und Demenz und widmet sich damit zwei Bereichen, die wissenschaftlich bislang selten zusammengedacht werden.

Für die Rubrik „Aus der Profession“ verfasste kubia-Mitarbeiterin Annette Ziegert den Artikel „Für den Moment und darüber hinaus: Kulturangebote für Menschen mit Demenz“. Sie stellt dar, dass bereits in allen Kunst- und Kultursparten Angebote entwickelt wurden, die auf einem Kulturellen Bildungsverständnis fußen, das von einer Fortentwicklung kultureller Kompetenzen bis hin zum Erlernen neuer Fähigkeiten ausgeht. 

Zu den Beiträgen gehören auch die Überlegungen von Claudia Kulmus zu pädagogischen Perspektiven der Erwachsenenbildung jenseits von kognitionsbasierten Zugängen: „Lernen im Alter – ein erwachsenenpädagogischer Zugang zum Thema Bildung und Demenz?“. Nora Berner arbeitet unter dem Titel „Demenz als biografische Erfahrung“ die Bedeutung von Biografiearbeit für die Bildungsprozesse von Menschen mit beginnender Alzheimer-Demenz heraus und Matthias Müller schlägt mit „Identität und deren Wandel. Spiegel und Masken in der Frühdemenz“ eine Brücke von seiner eigenen ethnografischen Feldforschung zu den frühen Schriften von Anselm Strauss.