Age matters! Alter als Dimension kultureller Diversität

In der neuen Ausgabe der "Kulturpolitischen Mitteilungen" zum Schwerpunkt Diversität haben Almuth Fricke und Miriam Haller einen Beitrag zum Alter als diskriminierte Diversitätsdimension veröffentlicht. Nicht nur im kulturpolitischen Diskurs wird das Alter häufig marginalisiert und gerät leicht aus dem Blick. Dabei ist die Diversitätsdimension Alter in ihren intersektionalen Verschränkungen nicht nur für Kulturschaffende von existenzieller Bedeutung, sondern betrifft darüber hinaus die Kultureinrichtungen, ihre Angebote und deren Vermittlung.

Das aktulle Heft beschäftigt sich mit der Situation, dass die gesamtgesellschaftliche Diversität im Kulturbereich immer noch nicht repräsentiert wird. Gerade in diesem Feld existieren viele althergebrachte Machtmechanismen, die strukturelle Ausgrenzung, Diskriminierung und Abwertung hervorbringen. Es braucht daher ein neues kulturpolitisches Selbstverständnis mit veränderten Rahmenbedingungen, um den sich verändernden Bedarfen zu entsprechen. Damit zukünftig aus der Frage "Diversity Matters?" eine Proklamation mit Ausrufezeichen werden kann "Diversity Matters!".