Access Maker von Un-Label geht an den Start

Mit dem dreijährigen Modellprojekt stößt Un-Label einen Qualifizierungsprozess für mehr Inklusion und Diversität in Kulturinstitutionen der darstellenden Künste an. Seit April erarbeiten Kulturschaffende mit und ohne Behinderung als "Access Maker" gemeinsam mit Kulturbetrieben praxisbezogene Handlungsempfehlungen und konkrete Konzepte, um das kulturelle Angebot barrierearm – oder gar barrierefrei – zu gestalten und die Häuser inklusiv zu öffnen. Dabei geht es um Diversität und Inklusion auf allen Ebenen: programmatisch, personell, in der Öffentlichkeitsarbeit und im Publikum.

Bis Februar 2024 werden dazu drei parallel laufende Module von Un-Label angeboten:

Im Modul 1 berät Un-Label exemplarisch das Theater Dortmund, das Schauspielhaus Düsseldorf und das Comedia Theater Köln über drei Jahre bei ihren inklusiven Öffnungs- und Weiterentwicklungsprozessen in inklusiven Tandem-Teams. Die ersten Workshops von Kulturschaffenden mit und ohne Behinderung haben bereits stattgefunden.

Im Modul 2, den Kreativ-Laboren, entwickeln ausgewählte Expert:innen des inklusiven Kultursektors und Interessierte mit und ohne Behinderung innovative, barrierefreie Handlungsempfehlungen für Kulturbetriebe. Die Ergebnisse, praktische Wegweiser und Informationsfilme, werden kostenfrei zugänglich gemacht und bundesweit verbreitet.

Im Modul 3 baut Un-Label sein nationales und internationales Netzwerk von Kulturschaffenden und Expertinnen aus, die in der Lage sind, Konzepte barrierefreier, innovativer Kulturangebote umzusetzen und somit die zukünftige inklusive Arbeit in der Kulturszene innovativ zu beeinflussen.

2022 wird außerdem in Kooperation mit  kubia und dem Asphalt Festival in Düsseldorf ein Symposium stattfinden, das Möglichkeiten für einen Austausch von Akteurinnen und Akteuren und Best Practices gibt.