Call for Papers: Marginalisierung und Armut

Seit Herbst 2012 erscheint im halbjährlichen Rhythmus "Medien & Altern – Zeitschrift für Forschung und Praxis" vom Verein Gesellschaft - Alter - Medien e.V. Mit wechselnden Schwerpunktthemen ist sie die interdisziplinäre Plattform für kommunikationswissenschaftliche, literatur- und medienwissenschaftliche, erziehungswissenschaftliche, psychologische, soziologische sowie gerontologische Perspektiven auf das Themenfeld "Medien und Alter/n". Heft 22, das im Juni 2023 im kopaed Verlag erscheinen wird, wird sich mit Armut und Marginalisierung älterer Menschen befassen.

Das Schwerpunktheft möchte nicht nur für die Armut und Marginalisierung älterer Menschen sensibilisieren, sondern sich vor allem der medialen Darstellung und themenspezifischen Diskurse annehmen. Wie werden ältere, vereinsamte und/oder marginalisierte Menschen in verschiedenen Medien visualisiert, wie adressiert und gegebenenfalls stigmatisiert? Welche Angebote werden armutsbetroffenen resp. marginalisierten Menschen im höheren Alter gemacht und wie werden sie digital erreicht (z.B. über Wohlfahrtsverbände, die Volkssolidarität, Kirchen, Verbände oder auch Nachbarschaftsnetzwerke? Wie werden ältere Menschen schon per se als vereinsamt visualisiert (etwa auf Websites von Pflegeheimen oder in Broschüren von Pflegeeinrichtungen)? Wie erleben ältere Menschen selbst den Mediendiskurs über Armut und Marginalisierung, die Medienbilder und Medienstigmata?

Die Autor:innen des Schwerpunkthefts "Marginalisierung und Armut" sind aufgefordert, sich diesen und weiteren Fragen interdisziplinär zu widmen. Die Zeitschrift Medien & Altern ist ein Forum für kommunikationswissenschaftliche, literatur- und medienwissenschaftliche, erziehungswissenschaftliche, psychologische, soziologische sowie gerontologische Perspektiven. Gesucht werden sowohl theoretische als auch empirische, sowohl disziplinäre als auch interdisziplinäre Zugänge zum Forschungsfeld "Marginalisierung und Armut".