Bundesinitiative "Musik und Demenz"

Mit einer neuen Initiative möchten mehrere Musik-Verbände die kulturelle Teilhabe für Menschen mit Demenz stärken. Ziel der Initiative "Musik und Demenz" sei es, in ganz Deutschland musiktherapeutische und musikalisch-künstlerische Angebote für Menschen mit demenziellen Veränderungen sicherzustellen, teilte der Deutsche Musikrat (DMR) am 13. September in Berlin mit. Er gründete gemeinsam mit der Deutschen Musiktherapeutischen Gesellschaft (DMtG) und der Deutschen Gesellschaft für Musikgeragogik (DGfMG) die Bundesinitiative.

"Musiktherapie ist vor allem da hilfreich, wo Worte und Gespräche nicht mehr möglich sind. Neurologische Untersuchungen belegen seit langem, dass ‚Musik bleibt'. Die Forschung zeigt uns, dass qualifizierte musiktherapeutische Angebote die Lebensqualität steigern sowie unruhiges und ängstliches Verhalten verbessern können", so Prof. Lutz Neugebauer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Musiktherapeutischen Gesellschaft.

Musikalische Angebote seien ein wesentlicher Baustein, um von Demenz Betroffene in ihrer Lebenssituation zu stabilisieren und zu stärken, sagte DMR-Generalsekretär Christian Höppner. "Denn Musik weckt Erinnerungen, erschließt lebenspraktische und kommunikative Kompetenzen und trägt bei zur Lebensfreude"" Zur Umsetzung der Ziele der Bundesinitiative soll den Angaben zufolge ein Fonds "Musik und Demenz" eingerichtet werden, der Mittel für geeignete Projekte und Strukturen zur Verfügung stellt.