Wie gestalten und erleben Lehrende die Weiterbildung? TAEPS-Studie befragt Lehrkräfte der Erwachsenen- und Weiterbildung

Die Erwachsenen- und Weiterbildung ist der größte Bildungsbereich in Deutschland. Mehrere hunderttausend Beschäftigte tragen dazu bei, lebenslanges Lernen zu ermöglichen. Aber wer sind diese Lehrenden und was macht sie aus? Das Wissen über sie ist gering, die Datengrundlage unvollständig: Deshalb startet das DIE heute die TAEPS-Studie zur Befragung von Lehrkräften. 

Bildung ist ein lebenslanger Prozess, der für jeden Einzelnen und für die Gesellschaft von großer Bedeutung ist. Lehrkräfte der Erwachsenen- und Weiterbildung spielen dabei eine wichtige Rolle. Mit der TAEPS-Studie möchte das DIE mehr über sie erfahren, bspw. wie Lehrende ihre Weiterbildungsveranstaltungen gestalten, welche Überzeugungen sie in Bezug auf das Lehren und Lernen haben und wie ihre berufliche Situation ist.

Von Weiterbildnerinnen, Referenten, Coaches, Trainerinnen, Kursleitenden, Dozierenden und Lehrenden will das Forschungsteam u.a. wissen: Geben sie Kurse oder Seminare an Volkshochschulen oder in Betrieben, bei privaten oder gemeinwohlorientierten Einrichtungen? Zu welchen Themen? Wie viele Stunden arbeiten sie pro Woche? Wo liegen ihre Kompetenzen, beruflichen Qualifikationen und Stärken? In welchen Bereichen wollen sie sich selbst weiterbilden?

Das Ziel ist, ein möglichst detailliertes Bild des Lehrpersonals in der Weiterbildung zu zeichnen. Dafür befragt das DIE mehrere tausend Personen aus allen Bereichen der Weiterbildung drei Mal in einem Zeitraum von fünf Jahren. Mit den Ergebnissen sollen zuverlässige Grundlagen für gute Entscheidungen der Politik und der Praxis geschaffen werden, damit in der Weiterbildung langfristig bessere Rahmenbedingungen entstehen. Außerdem sollen die professionellen Kompetenzen der Beschäftigten gezielt gefördert werden. Die erhobenen Daten wird das DIE anonymisieren, aufbereiten und der Wissenschaft für Forschungszwecke zur Verfügung stellen.