Mitmachen! Generationen-Werkstätten in Schule und Quartier

In zwei Generationen-Werkstätten in Düsseldorfer Ganztagsgrundschulen unterstützen Freiwillige jeden Alters Kinder bei der Umsetzung eigener Ideen und Projekte. Der Workshop stellt Strategien zur Implementierung von Generationen-Werkstätten in Schule, Nachbarschaft und Quartier vor. Theoretische und praktische Grundlagen der Förderung von Partizipation und Selbstorganisation sowie Methoden zum Aufbau eines Unterstützernetzwerks werden vermittelt.

In einer auf Vielfalt und Innovation angelegten Welt sind die Quartiere als zentrale Austragungsorte des Wandels mehr denn je darauf angewiesen, soziale und kulturelle Einrichtungen sowie Bürgerinnen und Bürger aller Generationen und Kulturen an Veränderungs- und Gestaltungsprozessen zu beteiligen. Neben dem konstruktiven Umgang mit kultureller Diversität im Quartier spielt auch die Gestaltung des Verhältnisses zwischen den Generationen eine wichtige Rolle. Ältere sollten in der Lage sein, Kinder und Jugendliche als Reichtum einer schrumpfenden Gesellschaft betrachten zu können. Jüngere müssen befähigt werden, Alter in Verbindung mit der Ressource Erfahrungswissen sehen zu lernen.

Auf der Basis der Keywork-Methode hat der Verein Keywork – Soziale Plastik im Quartier e.V. an zwei Modellstandorten in Düsseldorf in Ganztagsgrundschulen Generationen-Werkstätten eingerichtet. Vorbilder sind das Ausbildungskonzept der Kunstakademie Düsseldorf und die Idee der sozialen Plastik nach Joseph Beuys. Gut eingerichtete Kunstateliers und Holzwerkstätten stehen den Schülerinnen und Schülern am Nachmittag uneingeschränkt zur Verfügung. Das durchstrukturierte System des Ganztags wird durchbrochen, indem es den Kindern die Entscheidung überlässt, ob, wann und wie lange sie aktiv werden möchten oder nicht. Unterstützt werden sie bei der Umsetzung eigener Ideen und Projekte von Freiwilligen jeden Alters. Am Vormittag ermöglichen die Werkstätten einen binnendifferenzierten Kunst- und Sachunterricht, der individuelles und inklusives Lernen ermöglicht. Nach Schulschluss stehen Werkstätten den BürgernInnen im Stadtteil für eigene Projekte, z. B. für eine Radwerkstatt oder ein Repair Café zur Verfügung.

Im Workshop werden vorgestellt:
- Strategien zur Implementierung von Generationen-Werkstätten in Schule,
Nachbarschaft und Quartier
- Theoretische und praktische Grundlagen der Förderung von Partizipation und Selbstorganisation
- Methoden zum Aufbau eines Unterstützungsnetzwerkes für Akteurinnen und Akteure auf
verschiedenen Planungs-, Entscheidungs- und Handlungsebenen

Dozent: Jörg-Thomas Alvermann, Bildender Künstler, Studium an der Kunstakademie Düsseldorf, Geschäftsführer im Vorstand des KEYWORK - Soziale Plastik im Quartier e.V. und Initiator der Generationen-Werkstätten.
Mehr Informationen zu den Generationen-Werkstätten finden Sie hier.