LEICHTE SPRACHE: Wirksames Instrument für Teilhabe oder Sondersprachwelt?

Leichte Sprache wurde entwickelt, um sprachliche Barrieren zu reduzieren und damit neue Teilhabemöglichkeiten zu eröffnen. In ihrer Anwendungspraxis kann ihr mittlerweile aber auch der Status einer Sondersprachwelt unterstellt werden, die ihre Nutzer*innen stigmatisiert. Das, was ursprünglich als Instrument der Teilhabe und Inklusion gedacht war, kann je nach Anwendungszusammenhang sprachliche Exklusion bewirken. In ihrer Präsentation beleuchtet Prof.in Dr.in Franziska Schuppener kritisch die Entwicklungen der Leichten Sprache aus unterschiedlichen Perspektiven. Im anschließenden Gespräch werden gemeinsam mit den Teilnehmenden sinnvolle Anwendungszusammenhänge von Leichter Sprache im Kunst- und Kulturbereich erörtert.

Zielgruppe der Veranstaltung sind nordrhein-westfälische Kulturschaffende ebenso wie Kulturinteressierte mit und ohne Behinderung. 

Saskia Schuppener ist Professorin an der Universität Leipzig in der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät. Als Sonderpädagogin beschäftigt sie sich mit der Relevanz von Leichter Sprache in Schule und Gesellschaft und hat hierzu in den letzten zehn Jahren verschiedene partizipative Forschungsprojekte – gemeinsam mit Menschen mit zugeschriebener geistiger Behinderung – durchgeführt.