Bühne frei! Theatergeragogik und Demenz

Theater erreicht Menschen mit allen Sinnen. Wenn kognitive Fähigkeiten nachlassen, können theatergeragogische Angebote Menschen mit Demenz neue, sinnliche Wege des Ausdrucks und der Kommunikation eröffnen und ihre Kompetenzen ins Rampenlicht rücken.

Der Fachtag lud Theaterfachleute, Kulturgeragoginnen und -geragogen sowie Tätige in Altenhilfe und Pflege ein, sich theoretisch und praktisch dem spannenden Themenfeld zu nähern.

Fachvorträge am Vormittag beleuchteten die Thematik aus altersmedizinischer Sicht, gaben einen Überblick über Methoden und Formate in der theatergeragogischen Praxis und stellten anhand der "Oper für Jung und Alt" die Chancen von kultureller Teilhabe mit Demenz vor. 

Am Nachmittag ging es in parallel stattfindenden Workshops um Menschen mit Demenz als Akteure auf der Bühne, um die Gelingensbedingungen von demenzfreundlichen (Musik)Theaterbesuchen, um interaktives Theater im Pflegeheim sowie um Tanz, Bewegung und nonverbale Kommunikation.

 

Programm

VORTRÄGE

Teilhabe und Lebensqualität von Menschen mit Demenz durch Kunst und Kultur

Prof. Dr. Johannes Pantel, Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main, Arbeitsbereich Altersmedizin

Theater und Demenz – Methoden und Formate in der Praxis 
Jessica Höhn, Theater Demenzionen, Köln

Kulturteilhabe mit Demenz: Das Projekt "Oper für Jung und Alt"
Stephanie Sonnenschein, Bühnen der Stadt Köln, Theater und Schule

WORKSHOPS

1. Gemeinsam ‚Dritte Räume‘ gestalten: Eine Form von Theaterarbeit mit Menschen mit Demenz
Erpho Bell, Theatermacher, Havixbeck

2. Demenzfreundliche Musiktheaterbesuche: Gelingensbedingungen

Stephanie Sonnenschein, Oper Köln

3. Im Garten: Interaktives Theater im Pflegeheim

Arti Prashar, Theaterensemble Spare Tyre, London (in englischer Sprache)

4. Tanz, Bewegung und körpersprachliche Kommunikation 

Dr. Fabian Chyle, Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW, und Karin Welling, Dementia Care Mapping-Trainerin