Land in Sicht! 125.000 Euro für Amateurtheater in ländlichen Räumen

Sie sind "die Player" der kulturellen Szene ihrer Heimatregionen und oftmals kulturelle Grundversorger, sie ermöglichen Teilhabe an künstlerischer Entwicklung und an gesellschaftlichen Diskursen, sie bringen generationenübergreifend Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammen. Zwei Drittel der 2.500 Bühnen im Bund Deutscher Amateurtheater e. V. (BDAT) arbeiten in ländlichen Räumen. Es ist überfällig, dass sie mit ihrem Potential und für ihre Anliegen ein Förder- & Netzwerkprogramm erhalten. Mit "Land in Sicht!" startet der BDAT (vorbehaltlich der endgültigen Mittelbewilligung) ab September 2020 ein Programm, das sich gezielt an Amateurtheaterbühnen in Gemeinden bis maximal 20.000 Einwohnerinnen und Einwohner richtet. Anträge sind bis zum 21.08.2020 digital einzureichen.

Für den Zeitraum 06.09.2020 bis 31.12.2020 schreibt der BDAT zunächst den Fördertopf "Struktur- und Handlungsräume" aus. Amateurtheaterbühnen können Anträge z. B. für die Bewirtschaftung und Gestaltung von Räumen des Miteinanders und der kulturellen Teilhabe einreichen, u. a. für Probenräumlichkeiten. Auch die Teilförderung von baulichen Maßnahmen wie Instandsetzungen von Bühnen- und Publikumsräumen oder Planungsleistungen im Vorfeld baulicher Maßnahmen sind mögliche Antragsfelder. Ebenso können Anschaffungskosten von Materialien, die für den Erhalt des Amateurtheaterbetriebes von Nöten sind, Teil der Beantragung sein. Hierfür stehen voraussichtlich Mittel in Höhe von insgesamt 125.000,00 € zur Verfügung. Einzelanträge können mit einer erbetenen Förderung von bis zu 25.000,00 € eingereicht werden.

Gefördert wird "Land in Sicht! Förder- & Netzwerkprogramm für Amateurtheater in ländlichen Räumen" durch die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien über das Förderprogramm "Kultur in ländlichen Räumen" aus den Mitteln des Bundesprogramms BULE. Das Centre of Competence for Theatre (CCT) der Universität Leipzig begleitet das Projekt wissenschaftlich.