Inklusionspreis 2020

Sozialminister Karl-Josef Laumann hat den mit insgesamt 30.000 Euro dotierten Inklusionspreis des Landes Nordrhein-Westfalen 2020 ausgeschrieben. "Das Schwerpunktthema lautet dieses Jahr ,Teilhabe durch Digitalisierung'", sagte Laumann. "Denn intelligente Technologien können die Teilhabe und die Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen verbessern." Außerdem gibt es Fachpreise in verschiedenen Kategorien.

Minister Laumann: "In unserem Land engagieren sich viele gute Projekte und Initiativen dafür, dass Menschen mit Behinderungen ein gleichberechtigtes und selbstbestimmtes Leben führen können. Mit dem Inklusionspreis Nordrhein-Westfalen wollen wir diese bekannt machen und Andere zur Nachahmung anregen."

Zum Schwerpunktthema "Teilhabe durch Digitalisierung" winken insgesamt drei Preise: Der 1. Preis ist mit 5.000 Euro dotiert, der 2. Preis mit 4.000 Euro und der 3. Preis mit 3.000. Darüber hinaus werden Fachpreise vergeben in den Kategorien "Arbeit und Qualifizierung", "Freizeit und Kultur", "Schulische, außerschulische und frühkindliche Bildung" und "Barrieren abbauen - Zugänge schaffen" sowie ein Sonderpreis der Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, zum Thema Sport und ein Sonderpreis der NRW-Stiftung zum Thema "Heimat ohne Hindernisse". Die Fach- und Sonderpreise sind mit jeweils 3.000 Euro dotiert.

Bewerben können sich Vereine, Initiativen, Netzwerke, Selbsthilfegruppen, Kirchen, freie und öffentliche Träger, Unternehmen, Verbände, Bildungseinrichtungen, Kindergärten und Schulklassen, die sich dem Thema Inklusion widmen. Der Inklusionspreis Nordrhein-Westfalen wird alle zwei Jahre vergeben. Die Jury besteht überwiegend aus Vertreterinnen und Vertretern der Behindertenselbsthilfe, aber unter anderem sind auch Gewerkschaften, Arbeitgeber und die Landesbehindertenbeauftragte beteiligt. In Nordrhein-Westfalen leben etwa drei Millionen Menschen mit Behinderungen. Rund zwei Millionen von ihnen sind schwerbehindert.