Fonds Kulturelle Bildung im Alter

Die Bewerbungsfrist für eine Förderung im nächsten Jahr endete am 30. September 2022.

Vielen Dank für die zahlreichen Bewerbungen! Anfang November werden alle Bewerber*innen benachrichtigt, ob die Jury das von ihnen eingereichte Projekt zur Förderung empfohlen hat.

Die Ausschreibung und das Antragsformular für eine Förderung im Jahr 2024 werden voraussichtlich im Mai 2023 veröffentlicht. Die nächste Antragsfrist endet am 30. September 2023.


Ziele des Fonds

Aus dem Fonds Kulturelle Bildung im Alter fördern wir mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen Projekte, die modellhaft sind für die Stärkung und Entwicklung Kultureller Bildung mit älteren, alten und hochaltrigen Menschen mit und ohne Einschränkungen.

Der Fonds Kulturelle Bildung im Alter unterstützt Projekte, die älteren Menschen in Nordrhein-Westfalen gestalterisch-künstlerische Aktivitäten und die Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben ermöglichen, deren Engagement in der Kultur fördern und deren Zugang zu Kunst und Kultur in unterschiedlichen kulturellen Sparten und Formaten verbessern. Die Projekte richten sich insbesondere an Personen und Gruppen, die bisher kaum an Kunst und Kultur teilhaben, sie sind partizipativ ausgerichtet und orientieren sich an den Stärken und Interessen der Beteiligten.


Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind alle Kulturschaffenden mit Arbeitsschwerpunkt in Nordrhein-Westfalen, kommunale und freie Kulturinstitutionen sowie Einrichtungen der sozialen Altenarbeit oder der Bildungsarbeit, die in Zusammenarbeit mit Künstler*innen, Kulturgeragog*innen oder einer Kultureinrichtung ein nachhaltiges und modellhaftes, künstleri­sches Projekt mit älteren Menschen umsetzen. Das beantragte Projekt muss in Nordrhein-Westfalen durchgeführt werden.

Ausnahmen:

  • Antragsteller*innen, die zwei Jahre in Folge eine Förderung im Fonds Kulturelle Bildung im Alter erhalten haben, sind im darauffolgenden Jahr nicht förderberechtigt.
  • Eine gleichzeitige Förderung aus dem Fonds Kulturelle Bildung im Alter und dem Diversitätsfonds des Landes NRW ist nicht möglich.

Förderkriterien

Bevorzugt gefördert werden Projekte von besonderer künstlerisch-kultureller Qualität, die modellhafte und nachhaltige Formen und Formate Kultureller Bildung entwickeln.

Vorrang genießen zudem Projekte, die eines oder mehrere der nachstehenden Ziele verfolgen:

  • Stärkung von Formaten, die ältere Menschen zu Partizipation und Eigenengagement in Kunst und Kultur ermutigen
  • Entwicklung inklusiver Projektkonzepte, die z.B. Ältere mit (altersbedingten) Einschränkungen oder Ältere mit Migrationshintergrund einbeziehen
  • Eröffnung neuer Zugänge zu Kunst- und Kultureinrichtungen (Museen, Theater etc.), durch Vermittlungsformen für Ältere, die nicht (mehr) an Kultur teilhaben
  • Anregung eines intergenerationellen Dialogs mit Mitteln der Kunst
  • Thematisierung interkultureller Aspekte in der Arbeit mit Älteren mit Mitteln der Kunst
  • Entwicklung von wohnortnahen Kunst- und Kulturangeboten, besonders im ländlichen Raum

Förderschwerpunkt

Mit wechselnden Förderschwerpunkten werden in jeder Ausschreibungsrunde Impulse gesetzt, um bestimmte Themen, Praxisformate, Zielgruppen oder (sozial-)räumliche Bedingungen in den Fokus zu rücken. Die Förderschwerpunkte verstehen sich als Anregung und sind nicht bindend für eine Antragsstellung.


Förderumfang und Bewerbungsfrist

Jedes Jahr fördern wir aus dem Fonds Kulturelle Bildung rund zehn bis 15 Projekte mit einem Fördervolumen von insgesamt rund 100.000 Euro. Die Mindesthöhe der beantragten Fördersumme beträgt 2.000 Euro. Die Ausschreibung und das Antragsformular für eine Förderung im Jahr 2024 werden voraussichtlich im Mai 2023 veröffentlicht. Die nächste Antragsfrist endet am 30. September 2023.


Förderzeitraum und Eigenleistung

Mit den aus dem Fonds Kulturelle Bildung im Alter geförderten Projekten darf frühestens am 1. Januar 2024 begonnen werden und sie müssen bis Ende des Jahres 2024 abgeschlossen sein.

Die Zuwendung setzt einen angemessenen Eigenanteil der Antragstellenden voraus:

  • für natürliche und juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts mindestens zehn Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben
  • für kommunale Antragsteller in der Regel mindestens 20 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben

Die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben ergeben sich aus der Differenz aus Gesamt­ausgaben und erwarteten Leistungen privater Dritter.

Die Antragstellenden sollen für das beantragte Projekt möglichst weitere öffentliche und/oder private Mittel erschließen. Der Aufbau nachhaltiger Kooperationsbeziehungen wird begrüßt. Bürgerschaftliches Engagement kann als fiktive Ausgabe in die Bemessungsgrundlage einbezogen und auf der Einnahmeseite des Finanzierungsplans als Eigenanteil anerkannt werden. Dies ist geregelt in der „Richtlinie zur Berücksichtigung von bürgerschaftlichem Engage­ment im Rahmen von Zuwendungen im Zuständigkeitsbereich des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft“ (MBl. NRW S. 783) in der jeweils geltenden Fassung.