Ausschreibunge Desideria Care Preis für Fotografie 2022 – Demenz neu sehen

Der Fotowettbewerb "Desideria Care Preis für Fotografie 2022 – Demenz neu sehen“ will der Krankheit Demenz größere Wahrnehmung in der Öffentlichkeit verschaffen. Profi-Fotografinnen und Fotografen, Nachwuchstalente sowie Amateurinnen und Amateure sind eingeladen, Menschen mit Demenz in einer positiv aufgeladenen Situation abzubilden. Ihre neuen, überraschenden Fotografien sollen die Bildsprache zum Thema Demenz verändern und einen Bewusstseinswandel in der Gesellschaft bewirken.

Die meisten Menschen verbinden mit dem Thema Demenz Ängste und negative Emotionen. Wir wissen jedoch, dass betroffene Familien diesen Lebensabschnitt keineswegs nur negativ erleben. Dieser Aspekt wird in der medialen Berichterstattung bisher selten dargestellt.

Ein gesellschaftlich hochrelevantes Thema mit anderen Augen zu betrachten und neue Perspektiven auf die Krankheit Demenz zu eröffnen, lauten die Ziele von "Demenz neu sehen".

Die Preise werden in den drei Kategorien "Profi", "Nachwuchsfotograf*in" und "Amateur*in" vergeben. Sie sind mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. 

Der Jury gehören u.a. hochkarätige Repräsentanten der Fotoszene an: Prof. Dirk Gebhardt von der Fachhochschule Dortmund, Fachbereich Bildjournalismus und Dokumentarfotografie, Fotograf Armin Smailovic aus München, der regelmäßig für das Magazin der Süddeutschen Zeitung und der ZEIT fotografiert, sowie Amélie Schneider, Leiterin der Bildredaktion von der Wochenzeitung DIE ZEIT. Zudem konnte Prof. Henriette Herwig von der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf gewonnen werden, die in ihren Studien der Neueren Deutschen Literatur einen Schwerpunkt auf Cultural Gerontology hat. Wir bedanken uns für die Unterstützung.

Als Botschafter begleitet Fotograf Hauke Dressler aus Bremen den Wettbewerb. Er reiste 2017 mit seinem an Alzheimer erkrankten Vater nach Skandinavien, wo sie gemeinsam Orte seiner Kindheit besuchten. Die Eindrücke und Bilder hielt er mit der Kamera fest.

Nach der Preisverleihung im Spätsommer 2022 werden die Fotografien in Ausstellungen und vielfältiger Medienarbeit der Öffentlichkeit präsentiert.