Culture of Solidarity Fund

Die European Cultural Foundation hat im April erstmals einen Culture of Solidarity Fund ausgeschrieben. Für Mai ist eine zweite Förderrunde angekündigt.

Mit dem Fonds sollen fantasievolle Kulturinitiativen unterstützt werden, die im Angesichts der globalen Pandemie die europäische Solidarität und die Idee von Europa als gemeinsamen öffentlichen Raum stärken.

Antragsberechtigt sind Einzelpersonen, Kollektive und Kultureinrichtungen aus allen Sparten und aus der Zivilgesellschaft, die

  • das Verständnis von Europa als offenen gemeinsamen Raum für alle in Zeiten der nationalen Alleingänge fördern;
  • in Wort und Tat Solidarität mit Menschen und Gemeinschaften über geschlossene Grenzen hinaus leben;
  • Erfahrungen, Wissen, Fähigkeiten, Geschichten, Ideen und Ressourcen der Solidarität in ganz Europa, v.a. jenseits der öffentlichen Aufmerksamkeit, teilen;
  • persönliche Interaktion jenseits von europäischen Grenzen in Zeiten von Reisebeschränkungen und Social Distancing unterstützen;
  • kulturelles Leben und gemeinschaftliche Erfahrungen von europäischer Trageweite in Zeiten von Ausgangssperren aufrecht erhalten und den Boden für ein kulturelles Revival Europas nach der Krise bereiten;
  • neue Ansätze der Kulturarbeit und Allianzen zwischen den Sparten entwickeln, um mit den Herausforderungen der Krise umzugehen.

Es gibt drei unterschiedliche Antragssummen:

  • €5.000 – 15.000 (5 - 10 Projekte pro Antragsrunde)
  • €15.000 – 30.000 (2 - 3 Projekte pro Antragsrunde)
  • €30.000 – 50.000 (1 - 2 Projekte pro Antragsrunde)

Die Fördermittel können für ganz unterschiedliche Aktivitäten genutzt werden, als Startgeld für gänzlich neue Initiativen, (Ko)finanzierung für schon bestehende Ideen auf europäischer Ebene, Material- und Bürokosten, Werkzeuge der Online-Zusammenarbeit und Kommunikation, Produktionskosten, Honorare für Expertinnen und Experten oder Personal. 

Alle eingehenden Anträgen werden auf ihre Relevanz, Machbarkeit und Wirkung geprüft. Anträge aus Länder, in denen bisher wenig Notfallhilfen für den Kulturbereich bereitgestellt wurden und die besonders von Diskriminierung bedrohte Bevölkerungsgruppen ansprechen, werden bevorzugt behandelt.