Die große Spielwut im Herbst des Lebens

Im Frühjahr 2014 hat kubia eine Bestandsaufnahme der Seniorentheatergruppen in Nordrhein-Westfalen durchgeführt. An der Erhebung haben 65 Gruppen teilgenommen, deren Spielleiterinnen und Spielleiter in einem Fragebogen Auskunft darüber gaben, wie die strukturellen Bedingungen, Produktions- und Arbeitsweisen und Bedarfe der Seniorentheatergruppe sind.  

Die Ergebnisse der Erhebung zeigen, wie bunt und vielfältig die Seniorentheaterszene in unserem Bundesland ist. Über 900 ältere Menschen spielen in ganz unterschiedlichen Konstellationen Amatheurtheater und bereichern mit Tanztheater, Schauspiel, Performances, Musiktheater oder Kabarett das kulturelle Leben. 

Kurz: Die Seniorentheaterszene boomt. Besonders in den letzten zehn Jahren sind viele neue Ensembles entstanden. Das Seniorentheater erreicht auch immer mehr Menschen, die eher einen geringen Zugang zu Kunst und Kultur haben. Die älteren Akteure finden im Theaterspielen neue Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten, aber auch Sinnstiftung und soziale Eingebundenheit.

Die Ergebnisse der Bestandsaufnahme bestätigen zudem, dass die künstlerische Professionalität der Spielleitungen immer mehr zunimmt: 92 Prozent der Spielleitungen haben eine künstlerische bzw. theater- oder tanzpädagogische (Zusatz-)Ausbildung und die meisten arbeiten auch hauptberuflich in einem künstlerischen Feld.

Diese und andere Ergebnisse der Erhebung können Sie hier online lesen oder herunterladen:

 

 

Skorupa, Magdalena (2014): Die große Spielwut im Herbst des Lebens. Ergebnisse einer Bestandsaufnahme zum Seniorentheater in Nordrhein-Westfalen. Hrsg. vom Institut für Bildung und Kultur, Remscheid