Kunst und Demenz. Ein Leitfaden für Modellprojekte: Buch und Internetpublikation

Wenn der Mensch altert, verändert sich vieles. Eines aber bleibt gleich und unantastbar: der Anspruch eines jeden auf ein selbstbestimmtes, würdevolles und erfülltes Dasein. Diesen Anspruch zu achten und zu schützen ist nicht nur eine im Grundgesetzt gefestigte Verpflichtung, sondern Verpflichtung aller Bürgerinnen und Bürgern der Bundesrepublik. Aber wie diese Verpflichtung einlösen auch gegenüber Menschen, die durch ihre Demenz zunehmend in einer besonderen Welt leben? Die Publikation "Kunst und Demenz. Ein Leitfaden für Modellprojekte" will dazu beitragen, dass dies etwas leichter fällt.

Mit dem Leitfaden legt das Institut für kulturelle Infrastruktur Sachsen in Görlitz den Abschlussbericht für das Projekt "Kultur, Kunst und Kulturvermittlung für Menschen mit Demenz" vor: Kapitel 1 und 2 geben einen Überblick über "Alter und Altern" sowie über das "facettenreiche Krankheitsbild Demenz". Kapitel 3 widmet sich den volkswirtschaftlichen Aspekten  von Demenz. Die in Kapiteln 4 und 5 vorgestellten Forschungsergebnisse zu künstlerischen Kompetenzen und Ressourcen demenziell veränderter Menschen sowie die zunehmende Zahl von erfolgreichen Kulturprojekten für diese Zielgruppe bergen gesundheits- und sozialpolitischen Sprengstoff, da sie zum dominierenden bio-medizinischen Paradigma der Demenzbehandlung einen kulturorientierten Kontrapunkt darstellen. Die Vielfalt der in den Kapiteln 6 "Lernen von Best-Practice-Projekten" und Kapitel 7 "Hundert Erfolgsgeschichten. Ein Überblick" dieses Leitfadens dokumentierten Projekte "Kunst und Demenz" deutet darauf hin, dass die bundesdeutsche Zivilgesellschaft dabei ist, eine der großen Herausforderungen unserer Zeit unmittelbar anzugehen.

       Cover des Buchs "Kunst und Demenz. Ein Leitfaden für Modellprojekte"


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Das Vorhaben wurde gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und in Kooperation mit kubia durchgeführt.

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