Neue Ausgabe der Kulturräume+ erschienen: Die neue Avantgarde – Inklusive Kunst und Kultur

Jenseits von Etiketten und Schubladen ermöglichen Kulturprojekte die Begegnung von unterschiedlichen Menschen und schaffen Raum für gelebte Inklusion. Dort, wo Vielfalt und Gegensätze zusammentreffen, gilt es aber auch Barrieren abzubauen: Arne Siebert, bei kubia mit dem neuen Themenschwerpunkt Inklusion betraut, fordert dafür Mut und Pragmatismus – als Kulturschaffender mit einer Sehbehinderung weiß er dies aus eigener Erfahrung. Aus ihrer wissenschaftlichen Forschung zu Partizipation von Menschen mit Behinderung an kulturellen Großveranstaltungen weiß Maren Grübnau zu berichten, wo entsprechender Handlungsbedarf besteht.

Für Dr. Hildegard Kaluza, Leiterin der Kulturabteilung des Landes NRW, hängt die Verwirklichung von Inklusion entscheidend davon ab, welche Einstellungen und Rahmenbedingungen in der Umgebung vorhanden sind. Aus internationaler Perspektive fordert Ben Evans, Leiter von Arts & Disability, die Versprechungen für mehr Diversität in den Künsten einzulösen und die Chancen des "Kreativfalls Inklusion" zu nutzen.

Das künstlerische Potenzial verdeutlichen die Berichte über das Kunsthaus KAT 18, die Akademie der inklusiven Künste e.V. oder das internationale Tanztheaterprojekt "Un-Label", die nicht nur Kulturschaffenden mit Behinderung eine Bühne geben, sondern auch dem Publikum ganz neue und überraschende Blickwinkel eröffnen. Welche Lernprozesse in inklusiven Kulturprojekten stattfinden und wie Bildung- und Kulturinstitutionen von solchen Erkenntnissen profitieren können, zeigt die wissenschaftliche Begleitung des Projekts "Inklu:City". Seit 2015 finden in der Bundeskunsthalle Bonn Museumsführungen in Gebärdensprache durch gehörlose Kunstvermittlerinnen und Kunstvermittler statt – bisher eine der wenigen Ausnahmen in der deutschen Museumslandschaft. Und wo sind die Regisseurinnen und Regisseure mit geistiger Behinderung? Dieser Frage geht das interdisziplinäre Forschungsprojekt "DisAbility on Stage" der Zürcher Hochschule der Künste auf den Grund.

Die nächste Ausgabe erscheint im Frühjahr 2017 zum Thema Quartiersarbeit.

 

 
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